Der Verein

Der Verein Chance für Benin e.V. wurde im Juli 2009 auf Initiative von Birgitta und Heinz Bahner gegründet.
Das Ehepaar war von 1994 - 1996 als Entwicklungshelfer mit seinen Kindern in Bénin tätig.
Der Verein ist im Vereinsregister der Stadt Lahr eingetragen.
Die Gemeinnützigkeit ist durch das Finanzamt Lahr unter der Steuernummer 10053/25855 anerkannt.
Vereinsziele

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt:
Durch öffentliche Aufklärungsarbeit in Deutschland auf die Probleme in Benin aufmerksam zu machen
und durch die Sammlung von Spenden:

als primäres Ziel:
Das Zentrum VINIDOGAN - eine Station für mangel- und fehlernährte Babies und Kleinkinder- in Benin /Westafrika dabei zu unterstützen, Nahrungsmittel und Medikamente, sowie dringend benötigte Projektmittel zu beschaffen.
Nähere Informationen zum Zentrum VINIDOGAN finden sie weiter unten im Text.

als mittelfristiges Ziel ist vorgesehen:

Gründung einer Station zur Ernährungsberatung im Gebiet des sogenannten "Schwarzerdegebiets", - möglichst im Gebiet von Lobogo- um den dort Betroffenen die unzumutbaren Entfernungen zu ersparen und direkt vor Ort helfen zu können.

als langfristige Ziele sind vorgesehen:
Kooperationen mit Hilfsvereinen und sonstigen Nicht-Regierungs-Organisationen in der Umgebung, mit dem Ziel, ein Ausbildungszentrum für Landwirtschaft und Tierzucht zu errichten, um den Menschen dort die Chance auf Einkommen zu ermöglichen.
Hintergründe
Im Süden von Benin, nördlich des Lac Aheme, gibt es eine Region - das sogenannte Schwarzerdegebiet (Terre-Noire)- die bisher von der Aussenwelt abgeschlossen war, da es dort -auf Grund schlechter Bodenverhältnisse- keinerlei Strassen gab. Diese Region war selbst mit Allradfahrzeugen nur ca. drei Monate im Jahr erreichbar, und erhielt seinen Namen auf Grund der dort schwarzen Erde - in den anderen Regionen herrscht meist der rote Laterit vor. Das Gebiet war auf den Landkarten ein weißer Fleck. Die Anzahl der Dörfer und Siedlungen oder die Bewohnerzahlen konnte nur geschätzt werden. Dem entsprechend schlecht war auch die Versorgung in diesem Gebiet. Es gab weder Strom , kein Trinkwasser, keine Schule und auch keine medizinische Versorgung.
Geburts- oder Sterberegister wurden nicht geführt. Es ist anzunehmen, dass viele der Bewohner dieses Gebiet nie in ihrem Leben verlassen haben.
Die dort ansässigen Bewohner lebten in Subsistenzwirtschaft von dem, was sie selber anbauten oder bei der Jagd erbeuteten. Die einzige Hilfe bei Erkrankungen war meist ein Schamane. Der Weg zum Markt dauerte mehrere Stunden und war die wichtigste Informationsquelle für die Dorfbewohner.Von der Entwicklung des Landes war dieses Gebiet somit ausgenommen.


Seit einigen Jahren existiert nun eine Piste in dieses Gebiet und die Probleme der mangelhaften Entwicklung werden sichtbar.
So werden nun auch Krankheiten wie Marasmus und Kwashiorkor bewusst wahrgenommen, die bisher nicht in dieser Größenordnung bekannt wurden. Diese Krankheiten sind mit ein Grund für die hohe Kindersterblichkeit in dieser Region. Desweiteren gibt es im ganzen Bereich Wurmerkrankungen, Malaria und Infektionskrankheiten aller Art.

Hauptursache für diese Krankheiten sind:
- mangelndes Wissen darüber, dass die Krankheiten behandelt werden können und müssen
- die Unkenntnis über eine richtige Ernährung (die meisten Dorfbewohner haben keine Schulbildung)
- mangelnde Hygiene - häufig fehlt das Wissen über elementare Grundkentnisse
- oftmals keine Behandlung von Wunden - keine Desinfektion, keinerlei Wundabdeckung
- Mangel an Nahrungsmitteln (es gibt kaum noch etwas zum Jagen, es gibt keine Geschäfte)
- mangelnde oder keine medizinische Versorgung im Ort, keinerlei Medikamente verfügbar
- keine Einkommensmöglichkeiten (auch Medikamente kosten Geld, das die Menschen hier nicht haben)

Die Regierung des Landes ist bemüht, die Versorgung im ganzen Land zu verbessern. An vielen Maßnahmen zeigen sich positive Veränderungen. Die Trinkwasserversorgung ist großflächig ausgebaut und gesichert, die allgemeine Schulpflicht soll nun auch für Mädchen gelten, die medizinische Versorgung wird weiter verbessert. Die Kommunikation im Land hat sich verbessert und auch im Strassenbau hat sich vieles getan. Es bleibt zu hoffen, dass dem Staat nicht die Gelder für die Projekte ausgehen.
Zusätzlich zu den staatlichen Programmen gibt es viele große Hilfsorganisationen und unzählige kleine Vereine und private Projekte im ganzen Land mit zum Teil vielversprechenden Ergebnissen, jedoch wird der Bedarf an Unterstützung wohl noch einige Jahre andauern.


Das Projekt VINIDOGAN (übersetzt "das Kind lebt")
wurde 2014 neu gegründet, da ein Vorgängerprojekt nicht weitergeführt werden konte.
Die Mitarbeiterinnen des Zentrums versuchen:
1. die in der Region an Mangelernährung erkrankten Kindern medizinisch zu versorgen und sie dabei zu unterstützen, dass sie sich regenerieren können
2. die Mütter für eine angepasste Ernährung zu sensibilisieren
3. ein Verhütungsprogramm gegen die falsche Ernährung zu realisieren.

Leider sind die dem Projekt zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichend, um allen Aufgaben gerecht werden zu können. Durch eine entsprechende Ausbildung der Eltern in der Region könnte die Ursache für die Erkrankung der Kinder nahezu vollkommen beseitigt werden. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad des Wissens über die Fehlernährung und das aufzeigen der Behandlungsmöglichkeiten wird sich hoffentlich der Arbeitsschwerpunkt des Ernärungsberatungszentrums anderen Themen zuwenden können.

Lösungen?

·Lösung des Problems der Unkenntnis durch Aufklärung
·die Erziehung zur gesunden Ernährung und der Gesundheit von Müttern und Kindern
·das monatliche Wiegen, um das Wachstum und die Gewichtszunahme zu kontrollieren
·die Schaffung von Arbeitsplätzen, um den wirtschaftlichen Problemen zu begegnen.

Seit Gründung des ursprünglichen Zentrums im Jahr 1999
konnte bereits über 1000 Kindern erfolgreich geholfen werden.




Die Ernährungsberatungs-Zentren sind (noch) selten in Benin …
doch das Zentrum VINIDOGAN ist auf einem guten Weg!


Wir wollen das Zentrum auf seinem Weg unterstützen.